Reisebericht USA Süd/Westen Rundreise 2009
Lake Mead bis Los Angeles
Bisherige Route:
Orange = bisher gefahrene Strecke rot = geplante Strecke grün = tatsächlich gefahren Strecke
Lake Mead
Von Las Vegas aus nur etwa 45 Minuten Fahrt, dann ist man am Lake Mead, der Satusee des Colorado River vor dem Hoover Dam. Am Hoover Dam waren wir bereits zwei Mal, das haben wir jetzt eingespart, dafür sind wir in den Nationalpark Lake Mead gefahren. Hier haben wir schon ´99 auf einem sehr schönen Campingplatz gestanden, direkt am See.
Den haben wir auch sofort wieder gefunden und uns einen Platz reserviert. Dieser Stellplatz war tatsächlich auch direkt am See------------ da, wo er früher einmal war, jetzt ist das Wasser soweit zurückgegangen, daß der See von unserem Platz aus etwa 300m entfernt war.
Wir sind dann zur Lake Mead Marina gefahren, zumindest dahin, wo sie einmal war. Dort war nur noch leere. Das Wasser war soweit zurückgegangen, daß hier nicht einmal ein Schlauchboot hätte schwimmen können.
Also hat man die Marina woanders aufgebaut, wir haben sie dann gefunden. Aber das Schauspiel ist geblieben:
Man füttert die Fische, am liebsten mit dem gesalzenen Popcorn aus dem anliegenden Laden.
Eigentlich wollten wir uns ein Boot ausleihen und damit über den See rauschen, aber es waren alle bereits vergeben.
Also sind wir zum Strand gefahren und sind schwimmen gegangen.
Abends gab es diesen Ausblick von unserem Platz aus:
Und als Panoramabild zum Sonnenuntergang:
Von hier sind wir am nächsten Morgen Richtung Barstow / Sequoia Nationalpark gefahren. Wieder vorbei an Las Vegas über die Interstate. Leider dürfen wir nicht durch Death Valley fahren, es ist Sommer und viel zu heiß im Toten Tal, da hilft einem keiner bei einer Reifenpanne.
Calico Ghost Town
Wir machen Stattdessen einen Zwischenstop bei der Goldgräber Stadt Calico (Ghosttown). Ist ganz interressant, wie man früher so gelebt hat. Das zumindest ist hier erkennbar, alles ist nach original Unterlagen restauriert worden.
Auch ein Glashaus gibts hier zu sehen:
Und sogar Gold konnte man hier schürfen. Es gab auch welches zu finden, goldene kleine Nuggets.
Wir sind reich !
Nachdem wir uns alles angesehen haben, gingen wir zurück zu unserem klimatisierten Wohnmobil. Wir haben auf dem Parklplatz den Generator und die Klimaanlage laufen lassen, draussen sind es nämlich 102°F (39°C) im Schatten und kein Lüftchen geht.
Nach dem Mittagessen sind wir weiter in Richtung Sequoia Nationalpark gefahren.
Sequoia Nationalpark
Im Sequoia Nationalpark gibt´s, wie der Name schon sagt, die Sequoia´s zu sehen. Diese stehen im Giant Forest. Jahrhunderte alte Bäume, die einen Durchmesser von 13 Metern am Boden haben, und auch sonst ziemlich gigantisch aussehen.
Die Bäume überleben selbst die Waldbrände, da erst dabei die Samen aufgehen und ein neuer Baum wächst. Die Rinde ist so beschaffen, daß sie nicht brennen kann und auch nicht von Käfern oder anderem Getier beschädigt werden kann.
Unser Campingplatz hier im Sequoia Nationalpark ohne Strom und Wasser, aber dafür mitten in der Natur:
Vor dem Wohnmobil ist die Metallkiste zu sehen, da hinein sollen alle Lebensmittel, wenn man mit dem Zelt ist, damit die Bären nicht dran kommen, Die Kiste ist abschliessbar und sehr stabil.
In dieser Nacht waren tatsächlich Bären hier, aber einige Meter weiter an den Mülltonnen, besser Müllcontainern, die sind auch verschliessbar.
Wir haben Nachts nur einige Geräusche gehört, uns aber nichts dabei gedacht...... bis der Ranger uns Morgens von den Bären erzählte.
Yosemite Nationalpark
Direkt im Anschluß an den Sequoia Park kommt man in den Yosemite Nationalpark.
Der erste Aussichtspunkt zeigt einen Überblick über das Yosemite Valley:
Ein schönes Naturgebiet mit einigen Wasserfällen, wie oben rechts im Bild zu sehen.
Hier kann man an einigen Stellen durch den Fluß laufen, schwimmen und auch Raftingtouren werden angeboten. Dafür war allerdings der Wassertstand zu niedrig.
Oder, wenn man will bis zu dem Wasserfall klettern.
Der Bridalveil Fall
Der Yosemite Fall.
Er ist in Upper- und Lower Fall unterteilt, wie man hier gut sehen kann.
Ein ebenfalls sehr berühmter Felsen: Der Half Dome
Dieses Bild ist echt, es wurde nicht bearbeitet.
Die Felswände im Yosemite Park sind bei Kletterern sehr beliebt, vermutlich weil sie so steil sind.
Abends sind wir aus dem Park herausgefahren, drinnen gibt es zwar viele Campingplätze aber es war alles voll. Kurz hinter der Nationalpark Grenze kam ein Natur Campingplatz, wieder ohne Strom und Wasser, aber für ein Wohnmobil und eine Nacht kein Problem.
Am nächsten Morgen entschlossen wir uns, einen Tag Relaxen einzufügen.
Wir waren ´99 hier ganz in der Nähe auf einem schönen Campingplatz, den wollten wir nun suchen.
Und wir haben ihn gefunden. So gingen wir alle erst mal in den Pool.
Und dann folgte die liebste Beschäftigung:
Telefonieren!
Am nächsten Morgen sollte es weiter Richtung San Francisco gehen.
San Francisco
Hier ist es Schweine Kalt und es Regnet. Irgendwie ist hier immer Sch.... Wetter, das war schon die letzten Male so!
Also, die warmen Klamotten an und los. Den Campingplatz hatten wir hier schonmal gehabt, liegt direkt am Pacific, allerdings muß man eine lange Treppe herunter gehen bis zum Wasser, aber bei dem Wind und Wetter??
Der Campingplatz ist wie ein Parkplatz aufgebaut, nicht sonderlich schön, aber man hat guten Anschluß an Bus und Metro in die City.
Da sind wir dann auch hin, mit Regenjacken und dicken Pullovern an.
Aufgenommen bei der Anreise, überfahrt über die Oakland Bay Bridge.
Cable Car Linie Powell Street - Hyde Street einmal quer über den Hügel. Am Anfangs- und Endpunkt müssen die Bahnen von Hand gedreht und wieder ins Kabel eingehängt werden.
Das ist das Ziel aller Touristen, Fishermans Wharf bei Pier 39
Da gibt´s viel leckeren Fisch, Krabben....
Aber dieser war nicht so toll.
Mitten in der Bucht gelegen: Alcatraz
Man kann eine Besichtigungsfahrt buchen, aber wir wollten lieber eine geführte Stadtrundfahrt machen.
Die hat sich auch gelohnt, man kam an viele Stellen, die man selbst garnicht gefunden hätte (schon gar nicht mit Wohnmobil in der Stadt) und alles wurde gut erklärt, die ein- oder andere Anekdote dazu erzählt, eben schön.
Wieder am Pier: Der ganz normale Touristenwahnsinn
Auf der Rückseite der Pier liegen die Seerobben. Der Gestank ist kaum auszuhalten, aber drollig die Tierchen.
Und solche gibt´s da auch in Massen: 
Dieses Bild war sogar kostenlos.
Und die Cable Car fährt auch im Dunkeln bis 22:00Uhr, danach ist wohl das Klingeln zu laut:
Wir hatten eine 3-Tageskarte für fast alle Bus, Metro und auch Cable Cars. Die sind aber mittlerweile so überfüllt, das man auf der Strecke nicht mehr zusteigen kann, am Startpunkt etwa 1/2 std. warten muss und am Endpunkt braucht man auch nicht mehr damit fahren. Wir haben es irgendwie doch geschafft, ist ja auch mal ein Erlebnis.
Hier noch zwei Berühmtheiten:

Die Lombard Street, weit oben die Kurvige Strecke mit den Blumenbepflanzungen.
Und hier die Golden Gate Bridge, wie fast immer im Nebel:
Am nächsten Morgen wollen wir die Küstenstraße runter bis Pismo fahren, dort dann auf einen Campingplatz und ein paar Tage Strandurlaub machen.
Bisher gefahrene Strecke in Orange, geplante Strtecke in rot und tatsächlich gefahren Strecke in grün

Bisher gefahrene Milen: 2490
Wir fahren jetzt schon 27 Tage im Wohnmobil herum, ich könnte das immer so weiter machen.....
Carmel / 17 Mile Drive
In Carmel gibt´s neben der Mission auch noch den 17 Mile Drive zu sehen. Eine Kostenpflichtige Strasse, die viele Villen und Country Clubs beherbergt, für die, die es sich leisten können. Die Strasse führt bis direkt an den Pacific, alles ist schön gepflegt und bewacht. Zum Rasen mähen hat man hier keine Geräte sondern Rehe.
Leider ist auch hier der Glanz etwas verschwunden, die Kriese deutlich zu spüren. Viele der Häuser stehen zum Verkauf, werden bereits versteigert oder stehen einfach leer.
Aber die Natur ist hier unverändert schön.
Dieser Baum "the lone Tree" ist Weltberühmt.
Leider war das Wetter nicht besonders gut, sehr Nebelig und trübe, man konnte das Meer teilweise garnicht erkennen. Es schwamm auch eine Menge abgerissener Seepflanzen herum, von weit draußen angeschwemmt.
Weiter den HWY 1 herunter gibt es eigentlich noch viele schöne Stellen, aber bei diesem Wetter ist´s alles nichts.
Also sind wir einfach durchgefahren, bis dann endlich das Wetter besser wurde, in Pismo Beach.
Hier wollten wir sowieso ein paar Tage Strandurlaub einschieben.
Pismo Beach
Endlich strahlte die Sonne wieder, wir hatten nach dem vielen schlechten und kalten Wetter etwas Sonnen- nachholbedürfnis.
Zunächst haben wir einen Campingplatz gesucht, was garnicht so einfach war. Was wir haben wollten, war ausgebucht, andere Plätze waren nich sonderlich schön, aber es gab ja genug Campingplätze, und schließlich fanden auch wir einen.
Dort erst mal.... nicht in den Pool sondern an den Strand.
Ob wir hier wirklich schwimmen gehen wollen, ist uns noch nicht so ganz klar. Die Warnung ist jedenfalls deutlich.
Aber auch das Wasser hat nicht die richtige Temperatur, es ist etwa 1-2 Grad zu kalt, sonst wären wir natürlich mit mehr als nur den Füßen rein gegangen.
Aber wir haben dann Sonne getankt und am Strand relaxed. Unter dem Schutz der Police.
Am nächsten Morgen war es auch hier nicht so besonders schön, es begann nebelig zu werden und so beschlossen wir, den Strandurlaub weiter südlich fortzusetzen.
Also auf in den Süden, Los Angeles wir kommen. Doch zunächst sollte es nur bis Ventura gehen, kurz vor Malibu.
Neverland Ranch
Auf unserem Weg von Pismo Beach nach Ventura wollten wir die Neverland Ranch, ja, die von Michael Jackson besuchen. Hierzu hatte ich mich schon zuhause entschlossen und über Onkel Google versucht, die genauen Koordinaten der Ranch herauszufinden. Diese dann ins Navi übertragen und..... das hat tatsächlich funktioniert.
Eine lange, einsame und unscheinbare Strasse mitten im Nichts führt zum Eingang der Ranch, aber mehr, als das Tor ist nicht zu sehen. Alles Weitere liegt so geschickt hinter einem Hügel, daß man es nicht sehen kann.
Das der King kurze Zeit zuvor verstorben ist, war gut zu erkennen.
Der nächste Ort hier heist Los Olivos, ist klein und sieht sehr verschlafen aus.
Weiter Richtung Santa Monica
Santa Monica
Wir sind weiter die Küstenstrasse Richtung Los Angeles gefahren, Unterwegs an schönen Stellen gehalten und am Strand Pause gemacht.
Ob nun Santa Monica, Santa Barbara oder Malibu, überall schön.
Die beiden oberen Bilder sind in Ventura und Santa Barbara entstanden.
Hier der Strand von Malibu, wo unser Campingplatz oberhalb der Küstenstrasse gelegen war, mit tollem Ausblick auf das Meer.
Blick von unserem Campingplatz, hier Morgens beim Frühstück:
Und dann war da noch............ die Lieblingsbeschäftigung, nach Hause telefonieren, bei diesem Ausblick noch schöner..... und sogar Delphine haben wir von hier gesichtet.
Wir haben von hier unsere Ausflüge nach Hollywood gemacht:
Hollywood
Hier muß man ja einfach hin. Nicht, weil es so toll ist, sondern weil man Hollywood einfach gesehen haben muß, und dabei feststellt, daß es hier nichts besonders sehenswertes gibt. Ist alles nur eine Art Mythos.
Aber, man muß es gesehen haben.
Eine "typische" Strasse in Hollywood und der "walk of fame", wo die ganzen Sterne auf dem Gehweg sind.
Hier ist auch noch in "Trauer" der Stern von Michael Jackson, ständig von Fans umringt.
Da muß man erst mal Schlange stehen, um ein Foto machen zu können.
Im Wachsfigurenkabinett gab es sogar Mr. Obama und die gute, alte Marylin zu sehen, täuschend echt.


Man´s Chinese Theater, wo früher die Oskar´s verliehen wurden und die Stars ihre Hände und Füße vor dem Eingang verewigt haben.
Und natürlich das Wahrzeichen von Hollywood, das Hollywood Sign:
Da wollten wir unbedingt näher hin, das habe ich mir schon zu Hause mit Onkel Google ausgeklügelt. Es ist etwas kompliziert, hier wirklich nahe ran zu kommen, nichtmal zu Fuß geht´s, weil überall private Grundstücke sind, betreten verboten.
Aber wir waren sehr nah, noch näher geht nicht.
Diese Bilder entstanden ohne Teleobjektiv, Entfernung zu den Buchstaben etwa 500m.
Überall zu sehen: Die Limo´s
Dann gibt´s hier noch die Star Maps zu kaufen. Darin ist verzeichnet, wo (angeblich) die Stars wohnen und wie man hinkommt. Mussten wir auch machen, aber die Stars von Janine kannte ich nicht und so habe ich mich auf die Tätigkeit als Chauffeur beschränkt und mein Navi mit den Daten gefüttert.
Es gibt von jedem vermeintlichen Star Haus mehrere Bilder, die ich hier aber ersparen möchte.
Wir fahren weiter nach Inglewood auf einen Campingplatz direkt am Meer.
Inglewood
Auf diesem Campingplatz waren wir schon ´99, aber er ist komplett neu gemacht worden. Eigentlich stehen wir hier, weil der Platz recht Zentral liegt und alles gut zu erreichen ist, aber leider ist hier nur für eine Nacht frei.
Die Aussicht von unserem Platz:
Dann ging´s weiter auf einen anderen Platz, wieder bei Disney Land, wo wir schon am Anfang der Reise gestanden haben, denn von dort wollen wir noch zu den Universal Studios, so als Abschluß.
Universal Studios
Unser letzter Tag im Wohnmobil, wir fahren zu den Universal Studios. Der Weg von unserem Campingplatz bei Disney Land zu den Studios erweist sich als nicht so ganz günstig, Morgens gegen 9:00Uhr. Alles voll, Stau, Schlangen .... fast so, wie zu Hause, nur daß hier die Autos in jede Richtung auf 6 Spuren stehen.
Aber, wir sind angekommen. Hier ist Universal City zu sehen, auf dem Weg zu den Studios.
Hier hat man uns wenigstens gebührend empfangen, wie es uns zusteht !
Und abends wieder zurück auf unseren Campingplatz. Am nächsten Morgen dann zum Wohnmobilvermieter, der nicht so weit vom Campingplatz entfernt war. Hier dann Abgabe unseres inzwischen liebgewordenen Heims und Rücktransport nach L.A. in unser vorgebuchtes Hotel für die letzte Nacht.
Am nächsten Tag ging es dann mit dem Shuttle Bus zum Flughafen, und dann tschüss bis zum nächsten Mal.......
Jderzeitzeit wieder--- und, je länger desto besser !
Hier unsere gesamte Strecke: rot = geplante Strecke grün = tatsächlich gefahren Strecke
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